Wir haben ihn !

Unser Rettungswagen für Kobane Innenansicht Rettungswagen

Gefunden bei einem Gebrauchtwagenhändler in Leipzig.

Mercedes Sprinter mit WAS-Aufbau, Schaltgetriebe, Zulassung 07/2009, 233.000 km, 120 kW, extra starke Batterie, Klimaanlage vorne und hinten.

Für 12.000 Euro wurde er unser.
Unser Rettungswagen für Kobane!

Von Herzen Dank an alle Spenderinnen und Spender, die uns seit September 2015 unterstützt haben!

Zur Zeit stellen wir die Ausrüstung zusammen, stimmen uns mit anderen Hilfsorgansationen ab und klären die logistischen und bürokratischen Einzelheiten der Reise. Wir hoffen, daß wir Ende August dann nach Kobane aufbrechen können.

Danke, Pestalozzis ! Und so geht es weiter…

22. April 2016. Es sollte der erste große Auftritt des Rettungswagens für Kobane werden, und er sollte am Pestalozzi-Gymnasium stattfinden. Denn dort haben Schülerinnen und Schüler über Weihnachten mehr als eintausend Euro dafür eingesammelt.

Die Schülerinnen und Schüler waren da.
Die Ministerin und Schirmherrin der Aktion Petra Köpping auch.
Allein der Rettungswagen fehlt noch.

Dafür wehte ein Hauch Kobane durch die Aula in Dresden-Trachenberge. Winfried Schenk vom Nachrichtenportal „Menschen in Dresden“ berichtet:

Persönlicher Dank nur mit Reden? Nein. Der Vereinsvorsitzende Fettah Cetin hatte sich Unterstützung mitgebracht. Rapper Achmedo hatte kaum begonnen, da klatschte schon die volle Aula begeistert mit. Ali spielte auf der traditonellen Saz, einer kurdischen Langhalslaute, und dann wurde getanzt. Die Schritte waren nicht perfekt, die Stimmung dagegen war großartig.

Dankeschön-Aktion im Pestalozzi-Gymnasium, 22. April 2016. Foto: Winfried Schenk.

Dankeschön-Aktion im Pestalozzi-Gymnasium, 22. April 2016. Foto: Winfried Schenk.

>> vollständiger Beitrag auf menschen-in-dresden.de

Die kleine Veranstaltung im Pestalozzi-Gymnasium ist uns Anlaß für Rückschau und Ausblick:


Wie kam es eigentlich zu der Aktion Rettungswagen?

Der Entschluß entstand bei einem „Kobane-Ratschlag“ am 14. August 2015 in den gastlichen Räumen des Dresdner Vereins für deutsch-kurdische Begegnungen. Harun erzählte von seiner Reise im Juli an die türkisch-syrische Grenze. Er hatte mit Vertretern der Stadtverwaltung in der türkischen Provinzhauptstadt Diyarbarkir gesprochen. Diyarbakir wird mehrheitlich von Kurden bewohnt, und die Stadtverwaltung unterstützt den Wiederaufbau auf der anderen Seite der Grenze, im syrischen Kobane, so gut sie nur kann. Harun nannte drei Hilfsschwerpunkte, und wir wogen ab:

  • Patenschaft für Waisenkinder mit langfristiger Sicherheit: eine sehr persönliche Form der Unterstützung, aber damit es wirklich hilft, braucht es lange Bindungen. Dafür ist unsere Initiative zu jung.
  • Unterstützung beim Ausbau der Kanalisation: ein Mammutprojekt; uns fehlen die Ressourcen, fachlich wie finanziell.
  • Schenkung eines Rettungswagens, um die Krankenversorgung zu stabilisieren: Das erschien am ehesten machbar für Pieschen.

Im Oktober 2015 starteten wir dann mit Faltblättern und Briefen die Spenden­aktion, auch mit einem Brief an den Oberbürgermeister Herrn Hilbert, weitergeleitet an das Brand- und Katastrophenschutzamt. Seitdem sind sechseinhalb Monate vergangen. Wir haben viel Zuspruch erfahren von Dresdnern und vor allem auch Pieschenern. Auch Flüchtlinge aus dem syrisch-kurdischen Gebieten haben die Aktion unterstützt. Sie waren eine zeitlang in der Turnhalle in Dresden-Übigau notdürftig untergebracht und beteiligten sich am Elbeputz im Januar 2016, der mit einer Spendenaktion für den Retttungswagen verknüpft war.


Wie geht es jetzt weiter?

Im Moment beraten wir mit der Hilfsorganisation bei medico international, die seit längerem in Kobane aktiv sind, und mit der Uniklinik Dresden über das weitere Vorgehen. Zugleich suchen wir weiter nach einem günstigen Angebot für einen Rettungswagen.

Schließlich sammeln wir weiter, diesmal für die Ausstattung. Auch Sachspenden wären wunderbar! Denn zu einem guten Rettungswagen gehören:

  • Trage-Liege ca. 1.000 Euro
  • Beatmungsgerät ca. 2.000 Euro
  • EKG von 2.000 bis 20.000 Euro
  • Sauerstoff mit Druckgerät ca. 400 Euro
  • Verbandsmaterial, Medikamente

Auftritt der Schirmherrin – Dank an die Schüler*innen

Achtung, bitte vormerken: Am Freitag, 22. April 2016, wollen wir uns bei den Schülern und Schülerinnen des Pestalozzi-Gymnasiums in Dresden-Trachenberge bedanken. Sie haben um Weihnachten herum mehr als eintausend Euro für einen Rettungswagen für Kobane gesammelt.

Geplant ist, in der Mittagspause von 11.50 bis 12.25 Uhr auf dem Schulhof des Pestalozzi-Gymnasiums ein kleines Fest zu veranstalten. Petra Köpping, die sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration und Schirmherrin unserer Aktion, wird eine kurze Ansprache halten. Außerdem sind Musik und Tanz mit unseren kurdischen Freunden geplant. Wir informieren über den Stand der Aktion Rettungswagen. Und wir sammeln immer noch: Wenn der Rettungswagen demnächst nach Kobane fährt, soll er gut ausgestattet sein. Auch Schulmaterial wollen wir nach Kobane mitnehmen.

Vorplatz des Pestalozzi-Gymnasiums (Foto: Landeshauptstadt Dresden).

Vorplatz des Pestalozzi-Gymnasiums (Foto: Landeshauptstadt Dresden).

Rückschlag

Endlich: 15. April 2016. Der Tag der Versteigerung in Chemnitz ist da. Ein halbes Jahr haben wir darauf hingearbeitet. Nun soll ein Rettungswagen aus Dresden für Kobane endlich Gestalt annehmen. Aber der Tag verlief anders als erwartet. Hier der Bericht von Heidi, die bei der Versteigerung dabei war:

Hallo, alle Freunde unserer Rettungswagen-Aktion,
voller Hoffnung sind wir gestern mittag nach Chemnitz gefahren, und ich glaubte den Krankenwagen für uns sicher. Auf dem Hof mit 387 Angeboten haben wir dann „unseren“ Rettugswagen vom Deutschen Roten Kreuz Dresden kaum wiedererkannt. Neben all den anderen Krankentransportern sahen wir plötzlich sein Alter: Baujahr 12/1997.

Wir schauten uns nach neueren Krankenwagen um und entdeckten 3 moderne Mercedes Sprinter Baujahr 2009/10, alle von der Feuerwehr Dresden eingeliefert, alle zum Ausgangslimit von 5.900 Euro. Unser Favorit wurde schnell Angebot 339, da dieser Wagen bereits eine gute medizinisch-technische Innenausstattung hatte.

Damit war uns auch klar, daß diese 3 Wagen mit der hohen Zahl erst gegen 21 Uhr zur Versteigerung kommen. Das Prozedere war spannend, zog sich aber doch in die Länge. Wir nutzten die Zwischenzeit zu einem Spaziergang durch Chemnitz. Ein Regenguß führte uns wieder zur Versteigerung, und als uns ein herrlicher Regenbogen zur Autohalle begleitete, glaubte ich wieder an das Glück des Tages.

Doch dann in wenigen Sekunden die Ernüchterung: Zwei Männer schaukelten sich von 5.900 gleich auf 12 und 15 Tausend ins aggressive Bieten hoch. Die drei Wagen fuhren mit 17.500 und 17.700 Euro davon. Mit den 10.000 Euro, die wir dabeihatten, waren wir chancenlos.

Traurig mußten wir uns auf den Heimweg nach Dresden machen. Entmutigt sind wir aber nicht. Ein Plan B ist schon in Arbeit.

14.000 Euro !

Immer weiter ist das Spendenkonto gewachsen – noch über das offizielle Ende der Sammlung hinaus… – Wer hätte das gedacht, als wir vor mehr als sechs Monaten beschlossen, uns für einen Rettungswagen für Kobane zu engagieren!

Aktueller Spendenstand:

14.000 Euro

Wir sagen: Danke! Danke an alle, die hier helfen!

Nun gilt es, das Geld gut anzulegen: für einen Rettungswagen und für seine Ausstattung.

Wir fiebern dem 15. April entgegen. Dann werden in Chemnitz rund vierhundert Fahrzeuge versteigert. Darunter auch mehrere Rettungswagen, die in Dresden ausgemustert wurden.
Wir fahren hin und bieten mit.

Drückt uns die Daumen!

Werbung für die Versteigerung in Chemnitz

Werbung für die Versteigerung in Chemnitz

Rund 10.000 Euro gesammelt , Rettungswagen in Sicht, Aktion verlängert

Am 31. Januar endete offiziell unsere Spendenaktion für einen Rettungswagen für Kobane. Der Erfolg überwältigt uns.

Mit wenigen Mitteln, kleinen Handzetteln, aber vielen Aktionen und vor allem viel persönlichem Einsatz kamen auf den Konten der beiden Vereine Pro Pieschen und Dresdner Verein für deutsch-kurdische Begegnungen rund zehntausend Euro für einen Rettungswagen zusammen.

Und pünktlich zum Schlußspurt erschien auch ein passendes Fahrzeug zum Greifen nahe: Das Deutsche Rote Kreuz in Dresden mustert just in diesen Tagen einen Rettungswagen aus. Er ist technisch in gutem Zustand und zeigt 190.000 km auf dem Tacho – das ist nicht zuviel für einen Rettungswagen. Das DRK war bereit, den Wagen sehr günstig abzugeben. Schon jubelten wir und fielen uns erleichtert und glücklich in die Arme.

Aber das Leben ist ein Hindernislauf. Es gibt ein juristisches Problem. Als gemeinnütziger Verein darf das DRK den Wagen nicht einfach abgeben, ohne die Gewährleistung zu übernehmen, daß er tatsächlich frei von Mängeln sei. Diese Verpflichtung wollen und können sie nicht übernehmen. Deshalb bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Wagen ganz normal meistbietend zu veräußern, das heißt, ihn in eine Versteigerung zu geben.

Und uns bleibt nichts weiter übrig, als bei der Versteigerung mitzubieten und zu hoffen.

Gleichzeitig kümmern wir uns nun um die Ausstattung für den Wagen, insbesondere ein Beatmungsgerät mit Sauerstoff, eine Trage und ein EKG, dazu Verbandsstoff.

Vor diesem Hintergrund verlängern wir die Spendenaktion für den Rettungswagen. Und zwar bis zum 21. März, das ist Newroz oder das kurdische Neujahrsfest.

Drückt uns die Daumen!

Drückt uns die Daumen!

Meet new friends – auch für Kobane

Am 31. Januar öffnete sich das Albertinum für ein großes Fest für Hiesige und neu Dazugekommene. Der Ruf „Meet new friends“ lockte so viele Menschen an, daß die große Eingangshalle zeitweise überfüllt war. Mitten im Gedränge: ein Stand von „Dresden hilft Kobane“.
Viele Menschen blieben stehen und fragten nach, zeigten Begeisterung für die Idee und stopften Scheine in die Spendenbüchsen. Frohe Bilanz: Mehr als 300 Euro und einige wichtige Kontakte für weitere Aktionen.

Volles Haus bei 'meet new friends' im Albertinum.

Volles Haus bei ‚meet new friends‘ im Albertinum.

Nette alte Damen soll man nicht unterschätzen...

Nette alte Damen soll man nicht unterschätzen…

Pestalozzi-Gymnasium sammelt mehr als 1000 Euro

Große Freude: Am Pestalozzi-Gymnasium in Dresden-Pieschen kamen deutlich mehr als 1000 Euro für den Rettungswagen für Kobane zusammen!
Ein kleiner Bazar, eine mail des Elternbeirates und das Engagement einer Lehrerin machten es möglich. Die Idee: Jeder Schüler gibt einen Euro – bei rund 600 Schülern gibt das ein stattliches Sümmchen. Es wurde dann sogar rund doppelt so viel.

Von Herzen Dank an die Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Eltern!

Spendensammeln für Kobane am Pestalozzi-Gymasium, Dezember /Januar 2016

Spendensammeln für Kobane am Pestalozzi-Gymasium, Dezember /Januar 2016

Eine email macht's möglich.

Eine email macht’s möglich.

Adventsmarkt mit kurdischen Köstlichkeiten

Rettungswagen_Adventsmarkt2

Am 4. Advent trafen wir uns im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Advent in Pieschen“ an der Markuskirche. Wir hatten dort einen Stand, wo herrlichste süße und herzhafte Backwaren der kurdischen Frauen und ein wohltuend wärmender Tee im Angebot waren. Zu diesen Verlockungen kamen Infos und Gespräche zu dem Anlass dieses Treffens: Ein Rettungswagen für Kobane.

Wir trafen auf viele offene Ohren und bejahende Menschen, die gerne eine Obolus in die Spendenbüchse steckten, damit wir unserem Ziel näher kommen. Vielen Dank an alle Spender und Helfer!

rettungswagenaktion_adventsmarktpieschen_klein

Falscher TERROR-Verdacht

Aufregung in Pieschen!

Am frühen Morgen des 21. Oktober 2015 stürmten Beamte mit Maschinenpistolen in mehrere Wohnungen und auch in die Räume des Dresdner Vereins für deutsch-kurdische Begegnungen.
Der Verdacht: Ein gesuchter Terrorist sollte sich dort versteckt halten.

Tatsächlich wurde ein Mann verhaftet, dem die Mitgliedschaft in der PKK (kurdisch: Partiya Karkerên Kurdistanê, deutsch: Arbeiterpartei Kurdistans) vorgeworfen wird.

Wichtig: Der Verein hatte mit dem Mann und mit den Vorwürfen nichts zu tun. Das bestätigte ein Sprecher der leitenden Staatsanwaltschaft in Celle auf Anfrage gegenüber dem lokalen Sender von Hitradio RTL.

Zum Nachlesen:
Bericht von Hitradio RTL vom 22. Oktober 2015 (pdf)