Rückschlag

Endlich: 15. April 2016. Der Tag der Versteigerung in Chemnitz ist da. Ein halbes Jahr haben wir darauf hingearbeitet. Nun soll ein Rettungswagen aus Dresden für Kobane endlich Gestalt annehmen. Aber der Tag verlief anders als erwartet. Hier der Bericht von Heidi, die bei der Versteigerung dabei war:

Hallo, alle Freunde unserer Rettungswagen-Aktion,
voller Hoffnung sind wir gestern mittag nach Chemnitz gefahren, und ich glaubte den Krankenwagen für uns sicher. Auf dem Hof mit 387 Angeboten haben wir dann „unseren“ Rettugswagen vom Deutschen Roten Kreuz Dresden kaum wiedererkannt. Neben all den anderen Krankentransportern sahen wir plötzlich sein Alter: Baujahr 12/1997.

Wir schauten uns nach neueren Krankenwagen um und entdeckten 3 moderne Mercedes Sprinter Baujahr 2009/10, alle von der Feuerwehr Dresden eingeliefert, alle zum Ausgangslimit von 5.900 Euro. Unser Favorit wurde schnell Angebot 339, da dieser Wagen bereits eine gute medizinisch-technische Innenausstattung hatte.

Damit war uns auch klar, daß diese 3 Wagen mit der hohen Zahl erst gegen 21 Uhr zur Versteigerung kommen. Das Prozedere war spannend, zog sich aber doch in die Länge. Wir nutzten die Zwischenzeit zu einem Spaziergang durch Chemnitz. Ein Regenguß führte uns wieder zur Versteigerung, und als uns ein herrlicher Regenbogen zur Autohalle begleitete, glaubte ich wieder an das Glück des Tages.

Doch dann in wenigen Sekunden die Ernüchterung: Zwei Männer schaukelten sich von 5.900 gleich auf 12 und 15 Tausend ins aggressive Bieten hoch. Die drei Wagen fuhren mit 17.500 und 17.700 Euro davon. Mit den 10.000 Euro, die wir dabeihatten, waren wir chancenlos.

Traurig mußten wir uns auf den Heimweg nach Dresden machen. Entmutigt sind wir aber nicht. Ein Plan B ist schon in Arbeit.