Crew am Ziel, Wagen in Ankara

10. September 2016. Nach einer aufregenden und anstrengenden Reisewoche mit dem Rettungswagen von Dresden nach Diyarbakir ist Folgendes erreicht:

  • Die Crew ist sicher in Diyarbakir angekommen. Die letzte Etappe von Ankara aus haben sie im Flugzeug zurückgelegt.
  • Schlüssel und Papiere für den Wagen hat die Crew an den Oberbürgermeister von Diyarbakir, Herrn Firat ANLI, übergeben.
  • Der Rettungswagen samt Ausrüstung befindet sich noch in Ankara und wird derzeit vom Gesundheitsministerium zurückgehalten.
  • In dieser Woche sind in der Türkei wegen des Opferfestes alle Behörden geschlossen.

Um so weit zu kommen, sind Fettah und Achim Tag und Nacht gefahren. Sie hätten noch schneller sein können, wenn ein Fehler im Rechnersystem von Interpol sie nicht zu einer zweitägigen Zwangspause in Ungarn verurteilt hätte, weil der Reisepaß von Oma Heidi irrtümlich als gestohlen gemeldet war und erst ein Ersatzpaß bei der nächstgelegenen deutschen Auslandsvertretung besorgt werden mußte.

Etappen während der ersten Woche der Mission Rettungswagen 2016

Etappen während der ersten Woche der Mission Rettungswagen.

Die drei Crew-Mitglieder haben den Wagen keinen Moment aus den Augen gelassen. Selbst kurze Ruhepausen in der Nacht haben sie im Wagen verbracht. Die Strecke zwischen Istanbul und Ankara hat Heidi im Schneidersitz bewältigt – an einer Stelle im Wagen, wo eigentlich niemand sitzen sollte. Vor allem aber haben Fettah und Heidi verhandelt, auf Türkisch und Deutsch, mit Händen und Füßen, mit Geduld und Unbeugsamkeit, immer wieder, stundenlang. An der Schengen-Grenze. In der deutschen Botschaft in Budapest. Vor allem dann aber in der Türkei: beim Zoll in Istanbul (zehn Stunden) und mit dem Gesundheitsministerium in Ankara (bis jetzt zwei Tage).

Einen detaillierten Einblick in die Erlebnisse der Reise bis zu diesem Punkt bietet der Reisebericht von Oma Heidi (Teil1). Sie konzentriert sich auf die Fakten; gerade dadurch gerät ihr Bericht anschaulich und packend:

Mission2016_BerichtvonOmaHeidi_Teil1.pdf

Wie geht es weiter?

Das Tauziehen um die Herausgabe des Rettungswagens übernimmt jetzt die Großstadtverwaltung in Diyarbakir. Wir werden sie nach Kräften unterstützen – mit Hintergrundkontakten, mit Öffentlichkeit und, wenn es sein muß, auch mit juristischen Mitteln. Derweil nutzen Achim, Fettah und Heidi die nächsten Tage, um Diyarbakir und Umgebung zu erkunden, die Menschen dort näher kennenzulernen und mehr über die Lage im türkisch-syrischen Grenzgebiet zu erfahren.

Impressionen von der Reise
Bitte anklicken für ein größeres Bild. Die weiteren Bilder können mit dem „Zurück“-Pfeil aufgerufen werden. Zurück zum Beitrag geht es durch einen Klick auf den Menüpunkt „AKTUELL“ im Kopf der Seite.