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Warum Kobane? Warum Dresden?

Kobane ist die wichtigste Stadt an der türkisch-syrischen Grenze. Sie wird überwiegend von Kurden bewohnt. Auch auf der türkischen Seite und im weiter östlich angrenzenden Irak leben mehrheitlich Kurden. Im syrischen Bürgerkrieg (ab 2011) wurde Kobane zu einem Brennpunkt der Auseinandersetzungen. Milizen des DAESH griffen die Stadt an, aber nach monatelangen Kämpfen mußten sie sich zurückziehen. Im Januar 2015 rückten kurdische Milizen in alle Teile der weitgehend zerstörten Stadt ein. Seitdem ist Kobane von weiteren Kämpfen verschont geblieben.

Einfach ist das Leben in Kobane dennoch nicht. Die Grenzen zur Türkei und zum Irak sind geschlossen. Weiter südlich, in Syrien, herrschen weiterhin die Milizen von DAESH. Die Versorgung der Stadt bleibt gefährdet und spärlich. Der Wiederaufbau kommt nur sehr langsam voran. Trotzdem sind Zehntausende in die Gegend zurückgekehrt. Sie wollen nicht als Flüchtlinge leben; sie wollen ihre Heimat wieder aufbauen und dort ihr Leben gestalten.

In Dresden leben gar nicht wenige Menschen, deren Familien aus dem kurdischen Osten der Türkei stammen. Das Schicksal von Kobane berührt sie. Denn: Hier erfüllt sich zum ersten Mal seit Menschengedenken der kurdische Traum von einem selbstbestimmten Leben.

In Dresden wird seit der Entstehung von PEGIDA im Herbst 2014 auch unter Deutschen viel über die Lage in Syrien und den Nachbarländern diskutiert. Auch die, die Deutschland als ihre Heimat ansehen, sind von dem Geschehen in 5000 Km Entfernung unmittelbar berührt, seit die Menschen, die vor dem Krieg, der Not und dem Terror dort fliehen, auch in Dresden ankommen.

Aus diesen verschiedenen Betroffenheiten heraus hat sich im März 2015 die Initiative „Dresden hilft Kobane“ gebildet. Uns bringt zusammen, daß wir den Frieden nicht erst hier in Dresden stiften wollen, sondern möglichst schon in der Region selbst, die gerade so bittere Zeiten durchmacht. Wir wollen beim Wiederaufbau in Kobane helfen; wir wollen den Menschen dort Hoffnung geben; wir wollen dazu beitragen, Frieden zu ermöglichen. Und zwar jenseits von Ideologien. Einfach von Mensch zu Mensch. Von Stadt zu Stadt.

Dresden hilft Kobane.

Kontakt: redaktion@dresden-hilft-kobane.de

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